Was IST FZulG-fähig (ja-Kriterien)
FZulG erfordert "wissenschaftliche/technische Forschung mit Risiko-Charakter". Konkret bei KI-Module-Entwicklung:
- Eigene Multi-Model-Routing-Logik zwischen lokalen + Cloud-LLMs nach Risk-Score, eigene Evals
- Branchen-spezifische Voice-Intake-Engine mit eigenen Trainings-Daten + Pre-LLM Safety-Filter (Notfall-Trigger, Compliance-Override)
- DSGVO-Hash-Audit-Methodik mit Pseudonymisierung + Re-Identifikations-Schutz (eigenes Pattern, nicht aus Lehrbuch)
- Pre-LLM-Filter-Architektur — Latenz-kritische Notfall-Erkennung in <100 ms ohne LLM-Roundtrip
- Branchen-Adapter mit eigenen Klassifikationen (HOAI, BRAO §43a, ApBetrO, LMHV §4) — wenn echtes Forschungs-Risiko (kein bekanntes Schema)
- Eigene Heuristiken für Tourenplanung (CP-SAT) mit branchen-spezifischen Constraints (Pflege-Touren, Krankentransport-Pickup-Delivery)
- Multi-Tenant-Isolation-Pattern mit DSGVO-Hash + Cross-Customer-Filter — eigene Audit-Methodik
Was ist NICHT FZulG-fähig (nein-Kriterien)
- Reine Cloud-API-Calls ohne eigene Logik (z.B. nur Chatbot-Wrapper)
- Standard-RAG mit OOTB-Tools (LangChain, LlamaIndex) ohne eigene Substanz
- UI-/Frontend-Entwicklung ohne KI-Forschungs-Anteil
- Daten-Migration / Customer-Onboarding (Service-Aufwand, kein FuE)
- Reine SaaS-Anwendung ohne eigene Engine-Substanz
- Sales/Marketing-Aktivitäten
- Office-/Buchhaltung-/HR-Aktivitäten
Tabellen-Beispiel: Mid-Maschinenbauer NRW
Annahme: 35-MA-Maschinenbauer, einer der MA arbeitet Vollzeit an KI-Entwicklung (CAD-Quote-Pipeline + Multi-Model-Routing). Personalkosten 65.000 €/Jahr.
→ Tabelle seitlich scrollbar
| Jahr | FuE-Personalkosten | + Gemeinkostenpauschale (zusätzlich 25%) | FZulG 35% |
|---|---|---|---|
| 2026 | 65.000 € | 81.250 € | 28.437 € |
| 2025 (rückwirkend) | 62.000 € | 77.500 € | 27.125 € |
| 2024 (rückwirkend) | 58.000 € | 72.500 € | 25.375 € |
| 2023 (rückwirkend) | 55.000 € | 68.750 € | 24.062 € |
| Summe | ~104.999 € einmalig + jährlich ~28k |
BSFZ-Bescheinigung: das Nadelöhr
FZulG-Auszahlung erfordert eine BSFZ-Bescheinigung (Bescheinigungsstelle Forschungszulage), die bestätigt dass das Vorhaben FuE-fähig ist. Online unter bescheinigung-forschungszulage.de:
- Vorhaben-Beschreibung (max. 4 Seiten): Forschungs-Frage, Risiko, Methodik, Personal
- Ist-Zustand-Dokumentation: was war existierender Stand der Technik VOR dem Projekt
- Ziel-Zustand: was wird neu geschaffen (Engine-Komponenten, eigene Algorithmen)
- Bearbeitung 3-6 Monate, Bescheid kostet 0 € (öffentlich-rechtlich)
Stundenaufzeichnungen: Audit-Risiko reduzieren
Bei FZulG kann das Finanzamt FuE-Aufzeichnungen prüfen. Saubere Pflicht-Doku:
- Pro Tag: Stunden + Kurzbeschreibung der FuE-Aktivität (max 1-Satz, konkret)
- Beispiel: "3.5h Multi-Model-Routing-Logik prototypiert + Eval-Suite mit 50 branchen-Test-Cases"
- NICHT förderfähig: "Programmiert" oder "KI-Tool benutzt"
- Tool-Empfehlung: einfache Excel-Tabelle oder Lieferant-Tool wie vom-rechnungswesen.de
Antrags-Pfad in Schritten
- BSFZ-Bescheinigung beantragen (3-6 Mo Bearbeitung)
- Mit Bescheinigung im Folgejahr Steuererklärung für rückwirkende Jahre einreichen
- Finanzamt verrechnet FZulG mit fälliger Steuer ODER zahlt direkt aus wenn nicht ausreichend Steuer fällig
- Auszahlung 2-4 Mo nach Bescheinigung über Steuererstattung
Was DripBack daran macht
Wir helfen pro Customer beim FZulG-Antrag, Erfolgs-Honorar 10-15% der erhaltenen Steuergutschrift. Konkret:
- Vorab-Prüfung Förderfähigkeit ohne Risiko (kostenlos im Discovery)
- Vorhaben-Beschreibung BSFZ-konform formuliert
- Stunden-Aufzeichnungs-Template + Tooling-Empfehlung
- Begleitung bis Bescheinigung + Auszahlung