DripBack-Modul M104
Anwalts-Research-KI
Juristische Erstrecherche in 10-15 Minuten statt 2-6 Stunden: Mandanten-Sachverhalt rein, Top-10 relevante Urteile mit Leitsatz, Kurz-Zusammenfassung und Tendenz-Analyse raus — on-premise, BRAO §43a-konform.
Nutzen
Warum dieses Modul
Erstrecherche ist nicht abrechnungsfähige Vorarbeit. Bei 280 €/h Stundensatz binden 2-6 h pro Mandat 560-1.680 € Recherchekosten. Vorhandene Datenbanken durchsucht der Anwalt sequenziell in mehreren Browser-Tabs, ohne Relevanz-Ranking über die Quellen hinweg.
Zielwerte im Rechenbeispiel
Recherchezeit 2-6 h auf 10-15 min · parallele Suche über openJur, Rechtsprechung-im-internet und optional die eigene juris-Lizenz statt drei Einzelsuchen · Halluzinations-, Aktualitäts- und Relevanzprüfung vor der Ausgabe · Prüfprotokoll ohne Mandantendaten.
Modellwerte für einen typischen Betrieb, keine Zusage. Ihre Werte ergeben sich im Discovery-Audit aus Ihren Abläufen.
Beispiel
Rechenbeispiel
Kanzlei mit 9 Anwälten (Wirtschafts- und IP-Recht): Erstrecherche für einen Kündigungsschutz-Fall dauerte 3,5 h aus Paralegal- und Anwaltszeit. Im Pilot 12 Minuten bis zur geprüften Top-10-Urteilsliste, drei der zehn Urteile gingen in den Schriftsatz.
Annahmen: modellhafter Betrieb dieser Branche und Größe, kein bestehender Kundenfall. Die Werte Ihres Betriebs ergeben sich aus Ihren eigenen Abläufen.
Technik
Wie es technisch funktioniert
Lokal laufende Open-Source-Sprachmodelle auf dem Kanzlei-Server, Datenschutz nach DSGVO, mit AVV · personenbezogene Daten vor jedem Verarbeitungsschritt geschwärzt · Klassifikation über 12 Rechtsgebiete mit Normen-Extraktion · Multi-Source-Suche openJur + Rechtsprechung-im-internet (7 Bundesgerichte, ATOM) + juris-Connector bei eigener Lizenz · lokale Embedding-Pipeline mit SQLite-Cache (TTL 90 d) · 3-Critic-Council (Halluzination, Aktualität, Relevanz) · Prüfprotokoll nur mit SHA1-Hashes.
- Eingang
- Eingang
- Verarbeitung
- Schwärzung personenbezogener Daten + Selbstanzeige-Trigger-Check (Pre-LLM-Filter)
- Klassifikation
- Multi-Source-Suche parallel
- Ausgang
- Embedding + Re-Ranking
- Council-Review 3-Critic (Halluzination · Aktualität · Relevanz) → Top-10 Urteilsliste + PDF
Workflow
Vorher: Anwalt liest den Sachverhalt, grenzt das Rechtsgebiet ein, sucht nacheinander in openJur, beck-online und juris, prüft Präzedenzfälle einzeln und zieht Zitate von Hand. Nachher: Sachverhalt per Text oder Sprache eingeben, personenbezogene Daten werden vor der Verarbeitung entfernt, alle Quellen laufen parallel, das Council filtert nicht mehr gültige oder unpassende Entscheidungen, der Anwalt startet bei der Bewertung statt bei der Datenbanksuche.
Einführung
Einrichtung und Daten
Einrichtungsaufwand: 30-Min-Gespräch kostenlos. Woche 1-2 On-Premise-Setup auf dem Kanzlei-Server, Rechtsgebiete und Quellen konfigurieren. Woche 3-6 Custom-Build und Sandbox-Test auf 5 echten Sachverhalten. Woche 7-10 Pilot im Realbetrieb mit Senior-Anwalt-Validation. Ab Woche 8-12 Vollbetrieb mit monatlichem Trefferquoten-Report.
Was wir von Ihnen brauchen: 5 abgeschlossene Sachverhalte je Rechtsgebiet zur Validierung · Liste der bearbeiteten Rechtsgebiete · vorhandene juris- oder beck-online-Lizenzdaten sofern genutzt · Kanzlei-Server mit ausreichend Speicher für das lokale Modell · AVV-Ansprechpartner für die Berufsgeheimnis-TOMs.
Praxis
Sonderfälle
Aufgehobene oder überholte Entscheidung im Trefferfeld · divergierende OLG-Linien zum selben Sachverhalt · Rechtsgebiet außerhalb der 12 klassifizierten · Sachverhalt mit Selbstanzeige-Bezug (Pre-LLM-Filter greift) · Mandantenname im Freitext (die Schwärzung personenbezogener Daten muss vor jedem Schritt greifen) · juris-Lizenz des Kunden läuft aus.
Fragen
Häufige Einwände
Mandantendaten dürfen unser Haus nicht verlassen.
Deshalb ist On-Premise der Standard. Die Sprachmodelle laufen auf Ihrem Kanzlei-Server, externe Aufrufe gehen ausschließlich an frei zugängliche Rechtsdatenbanken — ohne Mandantenname und ohne personenbezogene Daten. Eine Cloud-Variante mit vorgeschalteter Schwärzung personenbezogener Daten gibt es nur auf ausdrücklichen Wunsch.
Ist das Rechtsberatung? Wer haftet für den Output?
Nein. Nach § 2 RDG ist das Modul ein Recherche-Werkzeug. Bewertung, Auswahl und Verantwortung für den Output liegen bei der Kanzlei — wie bei juris oder beck-online. Das Modul gibt keine Rechtsempfehlung ab.
Wir haben juris und beck-online bereits. Was kommt dazu?
Die parallele Suche über openJur, Rechtsprechung-im-internet und Ihre eigene juris-Lizenz in einem Lauf, mit Relevanz-Ranking über alle Quellen hinweg und einer Prüfstufe, die aufgehobene oder unpassende Entscheidungen aussortiert. Statt drei Einzelsuchen ein strukturierter Output.
Was passiert, wenn ein zitiertes Urteil nicht mehr gilt?
Genau dafür läuft der Aktualitäts-Critic: jede Entscheidung wird vor der Ausgabe auf Aufhebung und Fortgeltung geprüft. Bleibt ein Zweifel, wird die Entscheidung mit Warnhinweis ausgegeben statt still übernommen.
Nächster Schritt
Passt M104 zu Ihrem Betrieb?
Ein 30-minütiges Discovery-Gespräch klärt, ob M104 Anwalts-Research-KI zu Ihren Abläufen passt und welche Werte in Ihrem Betrieb realistisch sind.