DripBack Insights

Voice-KI für Arzt-Praxis

Eine LLM-Voice-KI in der Praxis ohne Pre-LLM-Filter ist gefähr­lich: ACS-Patient sagt "Druck auf der Brust seit 30 min" und das LLM bietet einen Termin in 3 Wochen an. Hier zeigen wir, wie DripBack mit Pre-LLM-Layer + DSGVO-Diagnose-Schutz Voice-KI praxis-tauglich macht.

Kernrisiko: Pure-LLM-Voice ohne Pre-Filter ignoriert Notfall-Symptome und triagiert wie eine Routine-Anfrage. Das ist haftungsrechtlich problematisch (Behandlungsvertrag, Schadensersatz §823 BGB) und kann tödlich enden.

Architektur: Pre-LLM Layer vor dem Klassifikations-LLM

DripBack-Voice-KI hat 2 sequenzielle Layer bevor das Routing-LLM überhaupt ausgeführt wird:

  1. Layer 1: Notfall-Trigger (Regex + Keyword-Matching, ~10 ms): erkennt Schlüsselwörter wie "Brustschmerz", "Bewusstlos", "atmet nicht", "Schlaganfall-Symptome", "Suizidgedanken". Output: direkter 112-/0800-111-0-111-Routing-Hint.
  2. Layer 2: Compliance-Filter (~20 ms): erkennt Anfragen nach Diagnose-Auskunft durch Angehörige (DSGVO-§9 + Patient-Schutzgut), Rezept-Anforderung ohne Patient-Authentifizierung, Notfall-Trigger zweiter Stufe (Verdacht auf Sepsis, Embolie, Suizidalität).
  3. Layer 3 (LLM): Klassifikation in 7-11 Routine-Intents (7B-Modell, ~200-800 ms): Termin-Anfrage, Rezept-Verlängerung, Befund-Abfrage, Privat-Voranmeldung etc.
Warum Layer 1+2 nicht ins LLM schiebbar? Latenz + Reliability. Notfall-Erkennung muss in <100 ms entscheiden ohne LLM-Roundtrip. Plus: LLM-Output ist nie 100% deterministisch, Notfall-Routing muss aber 100% robust sein.

DSGVO-Diagnose-Schutz: Angehörige bekommen NIE Diagnose ohne Einwilligung

Praxis-Anrufer ist häufig nicht der Patient selbst, sondern Angehörige/Ehepartner/Eltern. Aktive Diagnose-Auskunft an Dritte ist DSGVO-§9-Verstoß ohne explizite Einwilligung des Patienten.

Reha-Klinik-Receptionist und Praxis-Voice haben ein dediziertes Sprach-Routing für die Phrase "Wie geht's meiner Mutter / meinem Vater":

  • System erkennt Diagnose-Frage durch Angehörigen
  • Nimmt Anfrage entgegen, gibt KEINE Diagnose-Auskunft
  • Stellt Patient-Authorisierung-Hinweis: "Wir können Ihnen nichts zur Diagnose sagen ohne dass Ihr Vater einwilligt. Wir kontaktieren ihn und er kann Sie zurückrufen oder Sie auf der Vollmacht-Liste eintragen."
  • Prüfprotokoll für DSGVO-Compliance

GDT 3.0 PVS-Integration für Patientenakte-Auto

Patientenakte-Auto macht aus Arzt-Diktat (Whisper-STT) eine strukturierte SOAP-Notiz mit ICD-10-Codes und einem GDT-3.0-File für PVS-Import. GDT (Gerätedaten-Transfer) ist der KBV-Standard für Daten-Austausch zwischen Praxis-Software (RED Medical, CompuGroup, Tomedo, ChiroSky) und Geräten/AI.

Praxis-KPI: Doku 8 min auf 2 min (Patientenakte-Auto, Stufe Live). Bei 30 Patienten/Tag = 3 h/Tag gespart, 1 FTE-Equivalent freigesetzt für Patient-Care statt Dokumentation.

Förderung: KV-Modernisierung 50%

Praxen nutzen typisch KV-Modernisierungs-Pauschale 50% für Setup-Anteil. Plus BAFA-Healthcare-Modul. Plus FZulG für Engine-Eigenanteil (nur bei eigener Forschungs-Aktivität, nicht reine SaaS-Anwendung).

  • Praxis-Voice + Patientenakte-Auto: ab 1.499 €/Mo + 7.500 € Setup → mit KV-Modernisierung Customer-Anteil ~3.750 €
  • Reha-Klinik mit Suizid-Filter + DSGVO-Diagnose-Schutz: ab 2.999 €/Mo + 12.500-29.500 € Setup → KV deckt 50%

Was DripBack mit Customer macht

  1. Discovery-Termin 30 min: aktuelle Anrufstruktur, Pain-Points, Mengen-Gerüst
  2. Pilot-Festpreis, 5-7 Tage Setup, Hosted-SaaS Serverstandort Deutschland. Module nach Bedarf:
  3. Pre-LLM-Filter wird customer-spezifisch trainiert (welche Notfall-Begriffe, welche Compliance-Phrasen)
  4. 2-Wochen-Onboarding mit Praxis-Team + 30-Tage-Hypercare

Nächster Schritt

Passt das zu Ihrem Betrieb?

Discovery-Termin für Praxis-Voice-KI mit Pre-LLM-Filter

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